Ein Tarif muss eine betriebliche Grenze beschreiben
Pricing wird unglaubwürdig, wenn Marketingseite, Produktoberfläche und Serverlogik jeweils eine eigene Interpretation eines Tarifs führen. Eine öffentliche Seite kann eine Kapazität versprechen, während eine API eine andere durchsetzt. Ein Downgrade kann in der Oberfläche harmlos wirken und tiefer im System dennoch Daten verändern. Für ein Produkt im Eventbetrieb ist das nicht nur kommerzielle Reibung: Solche Abweichungen können Arbeit genau dann unterbrechen, wenn ein Team Verlässlichkeit braucht.
Pricing V3 behandelt einen Tarif deshalb als Satz ausdrücklicher Betriebsgrenzen. Events und einmalige Orte bleiben in allen Tarifen unbegrenzt. Verwaltete Venues, interne Workspace-Plätze und erhaltene Templates besitzen klare Kapazitätslimits. Kommerzielle Funktionen wie External Ticketing, Full Event Performance und periodische Berichte werden eigenständig entschieden und nicht aus einer unscharfen Tarifbezeichnung abgeleitet.
Ein Katalog von Free bis Enterprise
Free unterstützt ein verwaltetes Venue, drei interne Plätze und drei Templates. Core erweitert auf drei Venues, fünf Plätze und zehn Templates. Scale umfasst zehn Venues, fünfzehn Plätze und fünfzig Templates. Commerce unterstützt fünfundzwanzig Venues, fünfzig Plätze und unbegrenzt viele Templates. Enterprise ist standardmäßig unbegrenzt; sein Modell lässt zugleich Raum für künftige vertragsspezifische Overrides, ohne den Tarif selbst umzuschreiben.
Die finale öffentliche Darstellung folgt demselben Katalog und lässt Monthly und Annual direkt vergleichen. Free kostet €0 mit 8% NOCTRA-Ticketing-Rate. Core kostet monatlich €49 oder €39 pro Monat bei jährlicher Abrechnung und hat eine Rate von 6%. Scale kostet €149 monatlich oder €119 pro Monat jährlich, bei 4%. Commerce kostet €500 monatlich oder €400 pro Monat jährlich, bei 2%. Enterprise bleibt individuell. Die Annual-Werte sind Monatsäquivalente; €468, €1.428 beziehungsweise €4.800 werden für das vollständige Jahr abgerechnet. Damit zeigt die Oberfläche sowohl den vergleichbaren Monatswert als auch die tatsächliche Bindung.
Kapazität folgt der entstehenden Arbeit
Dieselbe Kapazitätsentscheidung erscheint im Produkt und an dem Punkt, an dem neue Arbeit entsteht. Venue-Erstellung und -Wiederherstellung, Workspace-Einladung und Mitgliedschaftsaktivierung sowie die Erstellung von Templates verwenden die aktuelle Vorgabe des Katalogs. Die Oberfläche zeigt Limit und Restkapazität vor der Aktion; der geschützte Vorgang verhindert, dass gleichzeitige Anfragen das geltende Limit unbemerkt überschreiten.
Die Zählung interner Plätze folgt der betrieblichen Realität. Aktive Mitgliedschaften schließen den Owner ein; gültige ausstehende Einladungen reservieren Kapazität. Suspendierte Mitgliedschaften zählen nicht, ihre Reaktivierung prüft das Limit erneut. Externe Door-Einladungen zählen nicht als interne Plätze, weil sie fokussierten Eventzugang statt allgemeiner Workspace-Mitgliedschaft gewähren. Bei Venues zählen aktive, nicht archivierte verwaltete Venues; eine Wiederherstellung prüft erneut. Bei Templates zählen erhaltene, nicht gelöschte Datensätze.
Downgrades erhalten den Datensatz
Ein kleinerer Tarif löscht oder versteckt niemals bestehende Ressourcen. Liegt ein Workspace nach dem Wechsel über seiner neuen Kapazität, bleiben vorhandene Inhalte sichtbar und bearbeitbar. Blockiert werden nur Aktionen, die weitere Kapazität hinzufügen würden: ein zusätzliches verwaltetes Venue erstellen oder wiederherstellen, einen internen Platz einladen oder reaktivieren sowie ein weiteres Template anlegen, solange der Workspace sein aktuelles Limit erreicht oder überschritten hat.
Dasselbe Prinzip gilt für kommerzielle Funktionen. Ein Tarifwechsel kann eine neue bezahlte Operation verhindern, darf aber weder Kundendaten entfernen noch unabhängige Bearbeitungen sperren. Historische Berichte bleiben lesbar, erforderliche Kundendatenexporte verfügbar. Der Tarif kann außerdem kein deaktiviertes Produktmodul überschreiben oder einem Mitglied eine Berechtigung verleihen, die es sonst nicht besitzt.
Eine klarere Entwicklung für Eventteams
Jeder Tarif enthält den zentralen Betriebszyklus: Eventplanung und Ist-Daten, Guestlist, Door und Live, verwaltete Venues innerhalb des Limits, natives NOCTRA Ticketing und den Compact Event Recap. Core ist der erste Tarif mit External Ticketing und ergänzt Full Event Performance. Scale ergänzt periodische Berichte, Berichtsexporte und Campaigns. Commerce erweitert die Betriebskapazität, ohne ein separates Produktmodell zu erfinden. Intelligence bleibt vorerst kommerziell nicht verfügbar; Funktionen, die noch nicht kundenseitig live sind, werden nicht allein deshalb freigeschaltet, weil sie im kommerziellen Katalog erscheinen.
So kann ein Team mit einem arbeitsfähigen Produkt statt einer leeren Testversion beginnen und erst dann wechseln, wenn der Betrieb breiter oder anspruchsvoller wird. Zugleich verschwinden alte beschreibende Widersprüche zwischen Tariftext und tatsächlicher Autorität. Der Katalog ist explizit, versioniert und durchsetzbar. Künftiges Billing erhält damit eine stabile Instanz, gegen die es provisionieren kann, statt selbst zur Quelle der Produktwahrheit werden zu müssen.
Für Organisatoren wird der Tarifvergleich dadurch im Alltag zu einer klaren Betriebsentscheidung: Welche Kapazität wird heute benötigt, welche Arbeitsabläufe müssen verfügbar sein und welcher nächste Schritt ist tatsächlich begründet? Die Antwort kommt aus demselben Modell, das später im Produkt gilt.
